Geschichte
Nachdem die Katholiken
von der Pragsiedlung zuerst ab 1902 einen Betsaal in der Kleinstraße
hatten, erhielten sie erstmals 1914 eine Holzkirche, die bereits St.Georg
geweiht war. Erst im Jahre 1921 wurde für die über 4000 Seelen zählende
Gemeinde, die bisher zu St.Eberhard in der Innenstadt gehörte,
eine eigene Pfarrei geschaffen.
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Finanzierung über eine Lotterie
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Im Jahre 1930 konnte
endlich der von Architekt Hugo Schlösser entworfene Kirchenneubau
an der Heilbronner Straße eingeweiht werden. Der konsequent durchgestaltete
Bau erregte internationale Beachtung
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New
York Sun schrieb 1930: St.Georg ist das interessanteste
aller neuen Bauwerke in Stuttgart. Das schlagendste Beispiel moderner
Kirchenkunst in Deutschland, eine katholische Kirche von revolutionärer
Gestaltung, beherrscht durch den Gedanken des rationellen Bauens.
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In der Nacht vom
19. auf den 20. Oktober wurde St. Georg bei einem Fliegerangriff schwer
beschädigt. Sprengbomben trafen die Kirche, zerstörten das
Dach völlig und warfen die Mauer der Nordseite mitsamt der herrlichen
Orgel in den Pfarrgarten.

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Sofort nach Kriegsende ergriff Stadtpfarrer Erwin Scherrmann die Initiative
zum Wiederaufbau der Kirche. Gleich im Frühjahr 1945 ging es los.
Wer konnte, half mit beim Backsteineabklopfen und beim Herrichten des
kaum vorhandenen Baumaterials. Man war froh, den Krieg überstanden
zu haben, und gemeinsames Hungerleiden, gemeinsame Not und gemeinsame
Arbeitsanstrengungen schweißten alle zusammen.Die Wiederherstellung
des flachen Daches für Kirchenschiff und Turm war nicht möglich,
weil das dafür nötige Kupferblech nicht zu bekommen war. Das
schräge Ziegeldach ist die größte architektonische Veränderung,
die der Bau hinnehmen mußte.

Nehmen Sie sich mit
diesem Faltblatt
etwas
Zeit für die sichtbaren und unsichtbaren Reichtümer der Kirche!
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Nach
dem Wiederaufbau wurden bisher zwei Kirchenrenovierungen durchgeführt.
Die nächste Renovierung soll 2008 beginnen.
Mehr über die St. Georg finden Sie in einer Schriftenreihe
zum Jubiläumsjahr 23. 4. 2005 - 23. 4. 2006, zusammengestellt aus
Beiträgen im Gemeindebrief.
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